Diese Website enthält Informationen zu den aktuellen Strafverfahren gegen Personen, die der Beteiligung an NS-Verbrechen in Auschwitz verdächtig sind und an denen Nebenkläger teilnehmen, die von den Anwälten Thomas Walther, Prof. Dr. Cornelius Nestler und Manuel Mayer vertreten werden:

  • Oskar Gröning, mit Urteil des Landgerichts Lüneburg vom 15. Juli 2015.
  • Reinhold Hanning, Anklage der Staatsanwaltschaft Dortmund vor dem Landgericht Detmold, Beginn der Hauptverhandlung am 11. Februar 2016.

AktuellReinhold Hanning vom Landgericht Detmold zu fünf Jahren Haft verurteilt (17. Juni 2016). Die mündliche Begründung des Urteils finden Sie hier.

Auschwitz war insgesamt eine Mordfabrik. Heute (…) ist zum ersten Mal gesagt worden, wer in Auschwitz als SS-Angehöriger eine Funktion in der Mordfabrik hatte, ist mitverantwortlich für alle Formen des Mordes, die dort stattgefunden haben. – Cornelius Nestler

Tagesthemen (ARD), 17.06.2016

  • Hubert Zafke, Anklage der Staatsanwaltschaft Schwerin vor dem Landgericht Neubrandenburg, Beginn der Hauptverhandlung am 29. Februar 2016.

AktuellPresseerklärung vom 01.03.2016 zu den Erklärungen von Rechtsanwalt Diestel zum „Todesurteil“ gegen den Angeklagten Hubert Zafke

„Das war am Montag ein Schmierentheater“, sagt Christoph Heubner, Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees. „Die Verhandlungsführung des Richters ist genauso merkwürdig wie die Einlassungen des Verteidigers Peter-Michael Diestel. Richter Kabisch zeigt ein schnodderiges Desinteresse an dem Verfahren und tut alles, um diesen Prozess zu verhindern. Das zeugt von einer ungeheuren Respektlosigkeit gegenüber den Opfern.“

Stefan Laurin, Jüdische Allgemeine, 03.03.2016

  • Ernst Tremmel, Anklage der Staatsanwaltschaft Frankfurt a.M. vor dem Landgericht Hanau, Beginn der Hauptverhandlung am 13. April 2016.

Aktuell: Ernst Tremmel ist im April 2016 verstorben.

Inzwischen hat sich in der deutschen Justiz ein Satz des Kölner Strafrechtlers Cornelius Nestler durchgesetzt, der sich um die juristische Aufarbeitung des Menschheitsverbrechens Holocaust sehr verdient gemacht hat: „In Auschwitz durfte man nicht mitmachen.“ Punkt. Und wenn man es doch tat, machte man sich schuldig.

Spiegel-Online, 10.02.2016

Vortrag von Prof. Dr. Nestler zum Versagen der Justiz in NS-Verfahren