Zafke

Dem 95 Jahre alten Hubert Zafke wird vorgeworfen zwischen dem 15.08. und 14.09.1944 im Konzentrationslager Auschwitz Beihilfe zum Mord in mindestens 3.681 rechtlich zusammentreffenden Fällen geleistet zu haben.

Die Hauptverhandlung, in der zwar die Anklage verlesen, aber nicht zur Sache verhandelt wurde, musste im September 2016 ausgesetzt werden, weil die Richter am Landgericht Neubandenburg nicht fristgerecht über die Ablehnungsanträge der Staatsanwaltschaft und der Nebenkläger entschieden hatten. Der Beginn der neuen Hauptverhandlung ist bislang nicht terminiert worden.

Zu Beginn des Jahres 2017 hat die zuständige Strafkammer zum zweiten Mal die Zulassung von Nebenklägern zum Verfahren widerrufen. Den dazu ergangenen Beschluss des Landgerichts hat das Oberlandesgericht Rostock aufgehoben. Der Beschluss des Landgerichts hat dann auf Grund von Strafanzeigen der Nebenklägervertreter Nestler und Walther zu Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Stralsund wegen Beleidigung und vor allem wegen Rechtsbeugung gegen die drei Berufsrichter der Strafkammer geführt.

Wir dokumentieren dazu die Presseerklärung der Nebenklägervertreter Nestler und Walther sowie ausgewählte Presseberichterstattung und auch einige der Dokumente aus dem Verfahren.

Aktuell

Presseerklärung zu Ermittlungsverfahren wegen „Rechtsbeugung“ gegen Richter im Zafke-Verfahren